Emotionen

 

Zunächst müssen wir zwischen Gefühlen und Emotionen unterscheiden. Sehr oft werden Gefühle und Emotionen gleichgesetzt, was so nicht ganz richtig ist. Der Unterschied besteht darin, dass sich ein Gefühl durch eine Bewertung einer Situation ergibt und dies aufgrund von Prägung und Erfahrungen, die im Leben gemacht wurden. Ein Gefühl kann aber durchaus zusammen mit einer Emotion auftreten. Emotionen sind angeborene, ganzkörperliche Handlungsmuster, also eine physiologische Reaktion.

Nicht selten werden Emotionen leider in negative und positive Emotionen eingeteilt, dabei haben die 6 Grundemotionen jeweils eine naturgegebene Kraft und einen Nutzen, die uns seit der Geburt zur Verfügung stehen. Emotionen zeigen sich, wenn sie vollumfänglich ausgedrückt werden dürfen, sehr unmittelbar und ganzheitlich. 

Emotionen sind gesellschaftlich leider noch nicht wirklich akzeptiert und werden eher als störend eingeordnet. Besonders die Trauer, eine sehr kraftvolle Emotion, mit der man niemanden belasten möchte und daher lieber unterdrückt, um sie zu kontrollieren und zu beherrschen. Auch die Angst, die oft mit Feigheit und Schwäche gleichgesetzt wird, ist nicht akzeptiert ("Angsthase!"). Der pure, ganzkörperliche Ausdruck von Emotionen ermöglicht uns allerdings, eine klare, authentische Kommunikation, durch Information auf einer Spannungsebene. Außerdem haben die Emotionen die Aufgabe, uns vor bestimmten Situationen zu schützen oder uns schnell aus einem Gefahrenbereich zu bringen.

Ich bin geprüfte und zertifizierte P.E.M., Perdekamp Emotional Method, Trainerin. Diese Emotionsmethode kommt aus der Schauspielpädagogik und wurde ursprünglich für Schauspieler entwickelt, um einen abrufbaren, ganzkörperlichen und authentischen Zugang zu Emotionen zu erhalten, ohne die Psyche und persönliche Erfahrungen zu beteiligen.

Diese Emotionsmethode verschafft Menschen, auch außerhalb künstlerischer Berufe, eine Bewusstheit für die eigene Emotionalität und der des Gegenübers. Durch das Training werden blockierende Haltemuster aufgelöst und die ganzheitliche, klare Kommunikationsfähgkeit erweitert. Weiterhin macht das Emotionstraining deutlich, dass naturgegebenen Emotionen keine moralischen Grenzen haben.

Das Emotionstraining leistet z.B. einen wertvollen Beitrag und eine Hilfestellung in der Trauerarbeit oder bei Angstzuständen.

Die 6 Grundemotionen und ihre Nutzen: Aggression (Durchsetzen), Glück (Losgelassenheit), Trauer (Festhalten, Brauchen), Lust (Bekommen, Heranziehen), Angst (Fliehen), Ekel (Distanzieren)

 

 

Trainingsmöglichkeiten:

- Einzel- oder Gruppentraining auf Anfrage